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Glaubt man den aktuellen Ausführungen bei Carta so verdienen freie Zeitungsjournalisten zwischen 1000 Euro (wahrscheinlich netto) und knapp 2500 Euro brutto (männlicher 47jähriger freier Zeitungsjournalist). Dies vorausgesetzt spricht der Autor von einer Ausbeutung der freien Journalisten.

Dem kann ich nicht folgen. Freie Journalisten sind selbständig und damit Unternehmer. Ausgebeutet kann per Definition nur werden, wer in einem Über-/Unterordnungsverhältnis steht. Das tut ein Unternehmer nicht. Er trifft selbständige unternehmerische Entscheidungen und wenn er meint, im Einzelfall keine adequate Gegenleistung für eine Arbeit zu erhalten, dann macht er die Arbeit eben nicht. Genau so geht es Rechtsanwälten, Ärzten und auch Handwerkern.

Wenn hieraus folgt, dass für den freien Journalisten gar keine Einkünfte mehr möglich sind oder eben nur solche, die er für nicht hinrreichend hält, dann muss er, so er denn ein guter Unternehmer ist, sich eben nach einem anderen Betätigungsfeld umsehen.

All dies auf die erdrückende Marktsituation zu schieben, ist meines Erachtens zu einfach. Nehmen wir mal einen Rechtsanwalt, der sich auf Scheidungsrecht spezialisiert hat. Merkt dieser Advokat, dass es in seiner Region entweder keine Scheidungen gibt oder aber für die wenigen Scheidungen, die es gibt, die Konkurrenz mit den anderen ortsansässigen Rechstanwälten zu groß ist, so wird er sich ein anderes Betätigungsfeld suchen, etwa das Strafrecht. Denn dort, wo es keine Scheidungen gibt, müssen die sich überdrüssigen Eheleute sich ja auf andere Weise los werden.

Nämliches würde ich auch von freien Journalisten erwarten. Auch, wenn man diesen zugeben muss, dass ihr Markt noch weniger reguliert ist als der von unseren Beispieljuristen – wie man weiß, benötigt ein Journalist keinerlei Ausbildung, bei regionalen Blättern ist es zum Beispiel üblich, dass dort viele Studenten nebenberuflich als freie Schreiberlinge beschäftigt sind. Nichtsdestotrotz haben sich auch freie Journalisten dem Markt zu stellen. Und wenn für ihren Auswurf eben nur ein Preis X gezahlt wird und auf dem Markt auch andernorts kein Preis X * 2 zu erzielen ist, dann ist ihre Arbeit eben X wert und sie werden damit adequat bezahlt. Die FAZ kann ihre Zeitungen ja auch nicht für einen Heiermann verkaufen, um mit den Mehrerlösen den Autoren mehr Geld in die Taschen zu spülen. Das wäre auch eine FAZ dem Leser wohl niemals wert.

Wenn dadurch die Qualität von Publikationen leidet, werden eben diese Publikationen von der Bildfläche verschwinden. Andere werden aber davon auch wieder profitieren, da der Markt wahrscheinlich nicht mit gleicher Geschwindigkeit schrumpft. Das sind die Gesetze des Marktes. Sollten aber sogar alle Printmedien auf der Strecke bleiben, dann ist die Nachfrage eben nicht groß genug. So was? Dann verschwindet eben einiges an medialem Dreck. Die Leser wollen es dann eben so, oder besser, sie wollen es eben nicht mehr. Es gibt ja Alternativen, die nicht per se schlechter sind, nur weil sie nicht auf Papier gedruckt sind.

Also liebe Journalisten, hört bitte endlich auf zu jammern. Falls Ihr es noch nicht gemerkt habt: Ihr seid nicht die vierte Gewalt, die Ihr gerne wärt. Eure Tätigkeit ist nur ein Beruf, wie der eines Schreiners oder Messerschärfers. Seid mit der Bezahlung zufrieden oder macht was anderes. Ich habe mir sagen lassen, dass es auch andere Berufe gibt, für die man keine Ausbildung benötigt. Ob man da besser verdient?

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Stieg Larrson: Verblendung.

Stieg Larsson: Verdammnis.

Stieg Larsson: Vergebung.

Frank Schätzing: Der Schwarm.

Über Stieg Larsson habe ich schon geschrieben. Auch für Kriminichtleser wie mich absolut empfehlenswert, wenn man mal ein paar Stunden lang einfach gefesselt werden möchte.

Gespannt bin ich schon auf Frank Schätzings Schwarm. Danach soll mit Krimis und Thrillern aber erst einmal genug sein!

Christian Ulmen: Für Uwe.

Simon Beckett: Die Chemie des Todes.

Simon Beckett: Kalte Asche.

Stieg Larrson: Verblendung.

Ich habe seit etwa drei Jahren keinen Krimi oder Thriller mehr gelesen. Mein letzter zuvor war Die Therapie von Sebastian Fitzek. Nachdem mir die Frau Simon Beckett wärmstens ans Herz gelegt hat, gab ich ihm eine Chance und fand beide Bücher sehr kurzweilig. Als ich dann las, dass Stieg Larsson derzeit das Maß der Dinge der Thrillerautoren sein soll, bestellte ich das erste Buch der Trilogie Verblendung – Verdammnis – Vergebung. Ich las die gut 670 Seiten von Verblendung in einem Tag. Muss ich mehr sagen? Mittlerweile habe ich auch die beiden weiteren Bände der Trilogie angeschafft und bin gerade fleissig am zweiten Teil, der den Kritiken nach noch besser sein soll.

Werde ich nun zum Krimifan? Ich glaube kaum. Die restlichen Stieg Larsson-Bücher werde ich aber sicher lesen!

Sehr kurzweilig auch Für Uwe von Christian Ulmen. Kein hoher Anspruch, aber umso höherer Schmunzel- und Fremdschämfaktor!

Teil 1:

Teil 2:

Teil 3:

Teil 4:

Teil 5:

(Günter Grass zu seinem Buch „Die Box“ im Gespräch mit Ulrich Wickert bei youtube.)

51 Artikel in eineinhalb Tagen.

Kai Diekmann hat ein eigenes Blog. Seit eineinhalb Tagen.

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In diesem Blog spricht er aus, was alle bereits wissen: „Ich bin einfach unheilbar eitel.“

51 Artikel in eineinhalb Tagen.

Er zeigt Videos, die ihn u.a. bei der Schweine-Grippeimpfung (Bindestrich bewusst gesetzt!) zeigen, zeigt Bilder, auf denen meistens er zu sehen ist, hackt auf Kollegen rum, veröffentlicht Dokumente, die urheberrechtlich geschützt sind und macht insbesondere eines: Werbung für die schlechteste Zeitung Deutschlands.

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Mehr muss man nicht sagen, oder?