Ich hatte in den letzten Wochen mit mehreren Ärzten darüber gesprochen, ob und wann eine Impfung gegen die neue Grippe (a.b.a. Schweinegrippe) sinnvoll ist. Die Antworten auf diese Frage waren unterschiedlich. Auch in den Medien hat man unterschiedlichste Auffassungen gefunden.

Letztendlich haben aber die beiden Ärzte meines Vertrauens ohne Einschränkung dazu geraten, die Impfung schnellstmöglich vornehmen zu lassen. Für meine Frau (im neunten Monat schwanger) und mich war hier insbesondere ausschlaggebend, dass der Gynäkologe unseres Vertrauens ( 🙂 ) uns erklärte, dass das Baby nach der Geburt kein eigenes Abwehrsystem hat. Man kann das Baby daher nur dadurch schützen, dass die Personen, die engen Kontakt zu dem Baby haben, ihrerseit Vorsorge gegen die Schweinegrippe treffen. Und das geht eben nur über die Impfung.

Zudem, so wurde uns geraten, sollen wir im engsten Familienkreis (insbesondere bei den Großeltern) dafür werben, dass auch diese sich impfen lassen, um so (auch) das Baby vor einem Infekt zu schützen. Also haben sowohl meine Frau (trotz Schwangerschaft) und ich uns heute morgen impfen lassen. Seitdem sind fast vier Stunden um. Weder ich noch meine Frau können Nebenwirkungen feststellen. Gerechnet haben wir damit auch nicht. Ich vertraue nämlich unserem Gesundheitssystem so weit, dass ich davon ausgehe, dass ein Impfstoff nur dann zugelassen wird, wenn Nebenwirkungen nur in Ausnahmefällen auftreten.

Wir haben uns natürlich auch Sorgen hinsichtlich der Verträglichkeit der Impfung für unser Ungeborenes gemacht. Sehr schön zusammengefasst hat Mama Miez die Ängste, die werdende Eltern dieser Tage durchleben. Letztendlich muss sich jeder selbst entscheiden. Da heißt es im Vorfeld informieren und eine wohl überlegte Entscheidung treffen. Für unser Baby, so hat uns dann schließlich unser Gynäkologe erklärt, bestehe aber kein aus der Impfung resultierendes Risiko. Dies konnte ich auch durch Internetrecherchen nicht widerlegen. Ganz im Gegenteil, lebe das Baby in den ersten Lebenswochen ausschließlich mit einem von der Mutter „geliehenen“ Immunsystem. Da bei uns bis zur Geburt noch einige Wochen Zeit sind, besteht daher eine realistische Möglichkeit, dass das Baby sogar ein Paar Antikörper erbt. So habe ich jedenfalls die Erklärung verstanden und auch für plausibel empfunden.

Ich fühle mich jedenfalls mit der Entscheidung, die wir getroffen haben, sehr wohl und kann nun sagen:

I survived the Schweinegrippeimpfung!

asc-schweinegrippeimpfung

Nachtrag, 06.11.2009:

Im Großen und Ganzen haben wir die Impfung insgesamt ohne Nebenwirkungen überstanden. Das Einzige, was wir beide gemerkt haben, war etwas Müdigkeit und Niedergeschlagenheit sowie ein ein bis zwei Tage dauernder Muskelschmerz an dem Arm, an dem geimpft wurde. Würden wir uns wieder so entscheiden? Sicherlich ja!

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