bei der gestrigen Wahl zum Stellvertreter des Bundestagspräsidenten haben Sie nur 371 Ja-Stimmen Ihrer Abgeordnetenkollegen erhalten. 65 Ihrer Kollegen enthielten sich und 170 stimmten gar gegen Sie. Das fanden Sie gar nicht knorke.

Ich kann das gut mitfühlen. In der fünften Klasse habe ich mich für als Kandidat für die Klassensprecherwahl aufstellen lassen. In meiner Klasse waren neben mir 29 weitere Kinder. Ich enthielt nur zehn Stimmen. Es gab nach meiner Erinnerung keine Enthaltungen, wonach also 20 Schulkameraden gegen mich stimmten (ich selber stimmte natürlich für mich). Meine Mitschülerin Almuth hat neun dieser 20 Stimmen erhalten. Ich war also nur eine Stimme beliebter als Almuth! Was für ein Skandal, was für eine dicke Hose meiner Mitschüler.

Sie haben zwar sogar weniger Stimmen erhalten als Petra Pau, ich kann Ihnen aber versichern, dass Sie das bald vergessen haben werden. Ich jedenfalls habe diese peinliche Demütigung damals schnell verdrängt. Almuth hatte mich auf einen Kakao eingeladen. Ich konnte sie sofort wieder besser leiden.

Vielleicht laden Sie, wenn auch nicht gerade Petra Pau, Ihre Bundestagskollegen auch mal auf einen Kakao ein? Ich bin mir sicher, dass diese Sie dann auch wieder besser leiden können.

Herzlich
Ihr

DocJott

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