Liebe Freunde,

leider hatte ich wegen einer Krankheit ein paar Tage nur sehr eingeschränkten Internetzugang und konnte daher nichts schreiben. E-Mail-Zugang hatte ich. Das bewegt mich dazu, hier die Segel zu streichen und bei Posterous weiter zu machen, damit ich zukünftig wenigstens etwas sinnvolles tun kann, auch wenn ich nur E-Mail-Zugang habe, den ich eigentlich immer habe.

Meine neue Adresse lautet daher

http://docjott.posterous.com/.

Kommen Sie doch bitte mit rüber!

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Ach Herrjeh! Jetzt bekomme ich schon E-Mails von Damen, die ein Foto von mir sehen wollen, damit sie sich ein Gesicht hinter den Buchstaben vorstellen können. Auch auf die Gefahr, dass das Bild anderweitig missbraucht wird, voilà un portrait de DocJott:

DocJott_ventil

Wer findet den versteckten Witz in diesem Beitrag?

Ich hasse sie, die Stadt. Ich hasse sie wegen der Menschen, die in ihr leben und sich für etwas besseres halten. Ich hasse sie wegen der Erfahrungen, die ich im Laufe der Jahre mit und in ihr gemacht habe. Und ich hasse sie wegen der Fratzen, die sie vor mir schneidet und die ihren Einwohnern ob ihrer Verblendetheit scheinbar verborgen bleiben.

Das einzige, was ich an dieser Stadt mag, sind ihre Lichter im Rückspiegel, wenn ich sie nach einem Pflichtbesuch verlasse.

Fratze!

Doch die Fratzen dieser Stadt sind vielfältig und ich werde sie zeigen und die dazugehörigen Geschichten erzählen. Hier und bald.

Wie die FAZ berichtet, will Kraft Foods den britischen Süßwarenhersteller Cadbury für 10 Milliarden Pfund kaufen. Cadbury hat im letzten Geschäftsjahr 313 Millionen Pfund Gewinn gemacht. Bei gleichem Gewinn und Nichtberücksichtigung sonstiger Umstände würde die Kompensation des Kaufpreises also knapp 32 Jahre dauern. Das nenne ich Vertrauen in die Zukunft.

So, das nächste Wochenende liegt hinter uns und ich kann berichten, dass das Wochenende in Sachen guter Ernährung in Ordnung war. Es war nicht herausragend, aber auch nicht katastrophal. So denke ich, dass mit dem Wochenende ein Grundstein dafür gelegt ist, dass ich am nächsten Freitag wieder weniger Gewicht als noch am letzten Freitag auf die Waage bringe.

Heute gibt es viel Obst und viel Pfefferminztee. Zudem eine leichte warme Mahlzeit am Abend. So soll es jetzt laufen bis, ja bis mir wieder ein paar spontane Essenstermine das Leben schwer machen. Aber die werde ich erneut meistern. Hoffentlich.

Seit ich Geschäftspartner treffe, haben sich Kategorien herauskristallisiert, in die ich die Geschäftspartner einsortiere.

geldscheine

Da wären zunächst einmal die Grand Seigneurs, die alten Herren. Wenn sie den Raum betreten, ziehen sie die Blicke sofort auf sich. Sei es wegen der elegant nach hinten gegelten grauen Haare, die vermuten lassen, dass sie Haarausfall nur aus Erzählungen kennen. Sei es aber auch durch ihre stilsichere Kleidung, die zeigt, dass ihnen der Umgang mit der gehobenen Klasse schon in jungem Alter vermittelt wurde. Diesen Herren verzeiht man es sogar, wenn sie zum eleganten grauen Flanellanzug italienischer Machart ein bügelfreies Hemd deutscher Hersteller tragen, wie es in den folgend zu besprechenden Kategorien üblich ist. Spätestens wenn diese alten Herren zu reden beginnen, sind auch die Personen von ihnen gefangen, die es bislang nocht waren. Macht man mit diesen Herren Geschäfte, kann man sich zumeist zweierlei sicher sein: Erstens wissen die Grand-Seigneuers genau, was sie wollen und tun und zweitens kann man sich auf Zusagen von diesen verlassen. Was sie sagen, wird gehalten. So haben sie es gelernt und so sind sie erfolgreich geworden.

Die zweite Gruppe sind das krasse Gegenteil. Ich nenne sie gerne die jungen Lümmel. Häufig spielen sie eine Rolle. Sie versuchen etwas darzustellen. Nur zu leicht kann man diese jungen Lümmel aber auch als solche enttarnen, nämlich indem man versucht, eine Entscheidung aus ihnen herauszukitzeln. Spätestens dann merkt man sofort, was sie nicht sind, nämlich Entscheidungsträger. Erkennen tut man diese Personen beinahe sicher auch an ihrer Kleidung. Auf den Anzügen der Name der deutschen Marke mit den jeweils vier Buchstaben in Vor- und Nachname, auf den Hemden die Markenlogos jener angeblich bügelfreien Hemden, die zu im Vergleich zu ihrer Qualität horrenden Preisen in jedem Kaufhaus verkauft werden, natürlich ohne Umschlagmanschette und Manschettenknöpfe. Besprechungen mit diesen Personen habe ich schon zu häufig als verschwendete Zeit abtun müssen. Daher nehme ich solche Termine auch nicht gerne wahr. Leider werden gerade von großen Unternehmen aber immer häufiger solche jungen Lümmel losgeschickt, da die wirkliche Entscheidungskompetenz in einer Handvoll Personen Hände liegt, die zwar die Entscheidungen treffen, den Weg dahin aber gerne von jemand anders begangen haben möchte.

Und dann ist da noch die dritte Gruppe, die man mit einem einem Schlagwort gar nicht gut bezeichnen kann. Die gefährlichste Gruppe von allen. Stehen sie vor einem, wähnt man einen jungen Lümmel vor sich. Sie sind jung, oft wenig stilsicher, wahrscheinlich sogar sehr oft wenig stilsicher. Dafür sind sie Entscheider. Sie haben einen großen Kompetenzbereich und wissen wie die Grand Seigneurs genau, was sie wollen. Sie können es nicht so souverän verkaufen wie die alten Herren, ihre Argumente sind dafür aber sachlich und bei genauer Abwägung nicht weniger schwerwiegend als die der erstgenannten Gruppe. Ich traue den meisten von ihnen nicht zu, einmal ein wirklich stilsicherer alter Herr zu werden. Aus vielen Gesprächen weiß ich aber auch, dass sie das gar nicht wollen. Die meisten von ihnen wollen nämlich in einem Alter, in dem sie als Grand Seigneur durchgehen könnten, schön längst von den üppigen Pensionen leben, für die sie sich seit Jahren mindestens 12 Stunden pro Tag durch Leben buckeln.

fünfziger

Richtigen Spaß machen Geschäftskontakte nur mit der ersten Gruppe, die leider immer kleiner und bald im schlimmsten aber nicht unwahrscheinlichen Fall der Vergangenheit angehören wird. Dann bleibt nur die noch lange währende und sich immer häufiger anbietende Genugtuung den jungen Lümmeln eine rhetorische Ohrfeige verpassen zu können, obwohl man oftmals selber gar nicht viel mehr Lenze zählt und selber noch auf dem Weg aber keinesfalls am Ziel ist, eine aussterbende Species am Leben zu halten.

Glaubt man den aktuellen Ausführungen bei Carta so verdienen freie Zeitungsjournalisten zwischen 1000 Euro (wahrscheinlich netto) und knapp 2500 Euro brutto (männlicher 47jähriger freier Zeitungsjournalist). Dies vorausgesetzt spricht der Autor von einer Ausbeutung der freien Journalisten.

Dem kann ich nicht folgen. Freie Journalisten sind selbständig und damit Unternehmer. Ausgebeutet kann per Definition nur werden, wer in einem Über-/Unterordnungsverhältnis steht. Das tut ein Unternehmer nicht. Er trifft selbständige unternehmerische Entscheidungen und wenn er meint, im Einzelfall keine adequate Gegenleistung für eine Arbeit zu erhalten, dann macht er die Arbeit eben nicht. Genau so geht es Rechtsanwälten, Ärzten und auch Handwerkern.

Wenn hieraus folgt, dass für den freien Journalisten gar keine Einkünfte mehr möglich sind oder eben nur solche, die er für nicht hinrreichend hält, dann muss er, so er denn ein guter Unternehmer ist, sich eben nach einem anderen Betätigungsfeld umsehen.

All dies auf die erdrückende Marktsituation zu schieben, ist meines Erachtens zu einfach. Nehmen wir mal einen Rechtsanwalt, der sich auf Scheidungsrecht spezialisiert hat. Merkt dieser Advokat, dass es in seiner Region entweder keine Scheidungen gibt oder aber für die wenigen Scheidungen, die es gibt, die Konkurrenz mit den anderen ortsansässigen Rechstanwälten zu groß ist, so wird er sich ein anderes Betätigungsfeld suchen, etwa das Strafrecht. Denn dort, wo es keine Scheidungen gibt, müssen die sich überdrüssigen Eheleute sich ja auf andere Weise los werden.

Nämliches würde ich auch von freien Journalisten erwarten. Auch, wenn man diesen zugeben muss, dass ihr Markt noch weniger reguliert ist als der von unseren Beispieljuristen – wie man weiß, benötigt ein Journalist keinerlei Ausbildung, bei regionalen Blättern ist es zum Beispiel üblich, dass dort viele Studenten nebenberuflich als freie Schreiberlinge beschäftigt sind. Nichtsdestotrotz haben sich auch freie Journalisten dem Markt zu stellen. Und wenn für ihren Auswurf eben nur ein Preis X gezahlt wird und auf dem Markt auch andernorts kein Preis X * 2 zu erzielen ist, dann ist ihre Arbeit eben X wert und sie werden damit adequat bezahlt. Die FAZ kann ihre Zeitungen ja auch nicht für einen Heiermann verkaufen, um mit den Mehrerlösen den Autoren mehr Geld in die Taschen zu spülen. Das wäre auch eine FAZ dem Leser wohl niemals wert.

Wenn dadurch die Qualität von Publikationen leidet, werden eben diese Publikationen von der Bildfläche verschwinden. Andere werden aber davon auch wieder profitieren, da der Markt wahrscheinlich nicht mit gleicher Geschwindigkeit schrumpft. Das sind die Gesetze des Marktes. Sollten aber sogar alle Printmedien auf der Strecke bleiben, dann ist die Nachfrage eben nicht groß genug. So was? Dann verschwindet eben einiges an medialem Dreck. Die Leser wollen es dann eben so, oder besser, sie wollen es eben nicht mehr. Es gibt ja Alternativen, die nicht per se schlechter sind, nur weil sie nicht auf Papier gedruckt sind.

Also liebe Journalisten, hört bitte endlich auf zu jammern. Falls Ihr es noch nicht gemerkt habt: Ihr seid nicht die vierte Gewalt, die Ihr gerne wärt. Eure Tätigkeit ist nur ein Beruf, wie der eines Schreiners oder Messerschärfers. Seid mit der Bezahlung zufrieden oder macht was anderes. Ich habe mir sagen lassen, dass es auch andere Berufe gibt, für die man keine Ausbildung benötigt. Ob man da besser verdient?

wie die FAZ berichtet, sind Sie der Ansicht, Deutschland müsse sich schämen. Schämen, dass Sie in Deutschland noch immer keinen Trainerjob gefunden haben, obwohl Sie im Ausland bereits sechs solcher Engagements hinter sich gebracht haben. Sie beklagen sich insbesondere deshalb hierüber, weil Sie nach Ihrer eigenen Einschätzung weltweit der zweitbekannteste deutsche Fußballer wären. Und nicht nur Deutschland schieben Sie einen schwarzen Peter zu, sondern ebenso der Bild-Zeitung. Diese, so werden Sie von der FAZ zitiert, habe Ihnen mehr geschadet denn geholfen. Außerdem meinen Sie, die Fans einiger Bundesligavereine lehnten Sie ab, weil Sie beim FC Bayern München gespielt haben.

Lassen Sie mich mit der letzten Aussage starten: das halte ich für eine absolute Fehleinschätzung. Es gibt zahlreiche Fußballprofis, die nach ihrer Karriere beim FC Bayern München auch bei anderen Vereinen Fuß fassen konnten. Die Ablehnung einiger Fans Ihnen gegenüber wird daher wahrscheinlich nicht, zumindest jedoch nicht alleine, an Ihrer Vergangenheit als FC Bayern München-Spieler festzumachen sein.

Auch, dass Sie in der Vergangenheit mit der Bild-Zeitung zusammengearbeitet haben, lässt nicht zwingend darauf schließen, dass Ihnen dadurch ein Schaden entstanden sein muss. Wenn ich es recht erinnere, pflegt beispielsweise auch der unangefochtene Kaiser des deutschen Fußballs ein nicht gerade feindschaftliches Verhältnis zur Bild-Zeitung, ohna dass dies seinem Image mehr als nur unmaßgeblich geschadet hätte.

Kommen wir abschließend zu Ihrer Klage, Sie würden nicht wertgeschätzt, obwohl Sie der zweitbekannteste deutsche Fußballer seien. Ich bin mir nicht sicher, ob Sie wirklich direkt nach Franz Beckenbauer in der Rangfolge der bekanntesten deutschen Fußballer einzuordnen sind. Nehmen wir aber der Einfachheit halber an, dies stimmte, so würde ich mich an Ihrer Stelle fragen, wie es zu dieser Bekanntheit kommt. Sicherlich sind Ihre Leistungen als deutscher Fußballer dafür zu einem großen Teil maßgeblich. Aber, und jetzt kommt der meiner Einschätzung nach maßgebliche Grund dafür, warum Sie eine andere Beliebtheit genießen als Franz Beckenbauer, viele bringen eben auch Situationen in Zusammenhang mit Ihnen, die nicht ausschließlich zu Ihren Gunsten wirken.

Etwa werden Ihnen folgende Zitate zugeschrieben, die es nicht gerade nahelegen, dass deutsche Vereine sich gerne in der Öffentlichkeit von Ihnen vertreten lassen sollten:

„Wir sind eine gut intrigierte Truppe.“

„Wir dürfen jetzt nur nicht den Sand in den Kopf stecken.“

oder aber

„Schiedsrichter kommt für mich nicht in Frage, schon eher etwas, das mit Fußball zu tun hat.“

Aber, lieber Herr Matthäus, lassen wir die Vergangenheit Vergangenheit sein. Falls es in Deutschland aus irgendeinem Grund weiterhin nicht klappt, bekommen Sie bestimmt andere Chancen, z.B. in Mailand, Madrid oder einer anderen italienischen Stadt. Das wünsche ich jedenfalls Ihnen und uns.

Denn ich denke jeder weiß, dass das, wo Sie leisten, Arbeit ist.

Herzlich
Ihr

DocJott

So, heute ist Freitag, wie geplant also auch Wiegetag.

Ich hatte es bereits angedeutet: die Waage meint es schon wieder etwas besser mit mir. Heute morgen lächelte sie mich an mit einer Anzeige von 88,9 kg. Da ich vor einer Woche noch genau 92 kg hatte, ist das ein Verlust von 3,1 kg in einer Woche. Das wäre natürlich viel zu viel. Ich kenne meinen Körper aber dafür, dass er zu Beginn jeder Abnehmphase erst einmal so richtig Gas gibt und Wasser abwirft, was das Zeug hält. Realistischerweise habe ich daher ca. 1 kg Fett abgeworfen. Auch das ist schon sehr viel und wird sicher nicht so weitergehen. Da ich es ganz langsam angehe, plane ich mit einem halben Kilo pro Woche, so dass ich in 20 Wochen zehn Kilos abgeworfen haben müsste.

Waage

Ich war die ganze Woche sehr diszipliniert. Der Trick scheint es bei mir echt zu sein, dass ich mich über den Tag sehr zurückhalte. Ich frühstücke weniger, esse zum Mittag bevorzugt Salat und anders kalorienarm und am Abend esse ich dann warm. Schein zu funktionieren. Zudem trinke ich sehr viel (bevorzugt Pfefferminztee).

Stand für diesen Freitag also: 88,9 kg.

(Bild: IL nemico delle donne, der Feind der Frauen, the enemy of the women von pizzodisevo unter CC.)

Freitag Morgen, 9 Uhr. Ein Büro in Deutschland. Die Besatzung freut sich bereits auf das Wochenende.

Ich laufe über den Flur und treffe einen Kollegen. Der nämliche ist nass geschwitzt. Es scheint zu ahnen, was ich vorhabe nickt und ruft mir zu, ich möge viel Spaß haben. Ich verstehe nicht so recht. Dann erreiche ich mein Ziel. Ich öffne die Tür und mein Körper gerät sofort in Wallung! Wie eine Welle schlägt sie mir entgegen. Mein Körper weiß noch nicht so recht, wie er auf diese Einwirkung reagieren soll. Er entscheidet sich, mit dem ihm ureigens dafür zur Verfügung gestellten Mittel zu reagieren.

Hitze

Soll heißen: die Heizung auf der Toilette unseres Büros scheint defekt zu sein und seit gestern abend auf Vollbetrieb zu laufen. 40 Grad sind wahrscheinlich noch deutlich untertrieben. So wird aus jedem Geschäft eine körperliche Anstrengung.

(Bild „In der Glut“ von Wechricho unter CC.)

Essenstechnisch bin ich weiterhin im Plan. Heute hatte ich einen stressigen Bürotag. Daher gab es zwischendurch nur Brötchen mit Brunch Legere. Früher wäre ich nach einem solchen Tag nach Hause gekommen und hätte mir hier erst einmal so richtig den Wamst gefüllt mit etwas Deftigem, natürlich gefolgt von etwas Süßem.

Heute blieb ich wieder konsequent. Das Ergebnis: 26 Punkte für heute. Also sogar unter Plan.

So langsam denke ich, dass ich eine Routine in mein Essverhalten bekomme. Insbesondere schaffe ich es heute immerhin schon zum dritten Mal, ein leichtes Abendessen zu mir zu nehmen und anschließend nicht unkontrolliert zu naschen. Ich hoffe, das bleibt so!

Ach ja: auf die Waage habe ich mich heute auch mal ganz kurz gewagt und war erfreut über das, was ich sah. Aber ein aktuelles Gewicht gibt es erst am Freitag!

Ich hatte in den letzten Wochen mit mehreren Ärzten darüber gesprochen, ob und wann eine Impfung gegen die neue Grippe (a.b.a. Schweinegrippe) sinnvoll ist. Die Antworten auf diese Frage waren unterschiedlich. Auch in den Medien hat man unterschiedlichste Auffassungen gefunden.

Letztendlich haben aber die beiden Ärzte meines Vertrauens ohne Einschränkung dazu geraten, die Impfung schnellstmöglich vornehmen zu lassen. Für meine Frau (im neunten Monat schwanger) und mich war hier insbesondere ausschlaggebend, dass der Gynäkologe unseres Vertrauens ( 🙂 ) uns erklärte, dass das Baby nach der Geburt kein eigenes Abwehrsystem hat. Man kann das Baby daher nur dadurch schützen, dass die Personen, die engen Kontakt zu dem Baby haben, ihrerseit Vorsorge gegen die Schweinegrippe treffen. Und das geht eben nur über die Impfung.

Zudem, so wurde uns geraten, sollen wir im engsten Familienkreis (insbesondere bei den Großeltern) dafür werben, dass auch diese sich impfen lassen, um so (auch) das Baby vor einem Infekt zu schützen. Also haben sowohl meine Frau (trotz Schwangerschaft) und ich uns heute morgen impfen lassen. Seitdem sind fast vier Stunden um. Weder ich noch meine Frau können Nebenwirkungen feststellen. Gerechnet haben wir damit auch nicht. Ich vertraue nämlich unserem Gesundheitssystem so weit, dass ich davon ausgehe, dass ein Impfstoff nur dann zugelassen wird, wenn Nebenwirkungen nur in Ausnahmefällen auftreten.

Wir haben uns natürlich auch Sorgen hinsichtlich der Verträglichkeit der Impfung für unser Ungeborenes gemacht. Sehr schön zusammengefasst hat Mama Miez die Ängste, die werdende Eltern dieser Tage durchleben. Letztendlich muss sich jeder selbst entscheiden. Da heißt es im Vorfeld informieren und eine wohl überlegte Entscheidung treffen. Für unser Baby, so hat uns dann schließlich unser Gynäkologe erklärt, bestehe aber kein aus der Impfung resultierendes Risiko. Dies konnte ich auch durch Internetrecherchen nicht widerlegen. Ganz im Gegenteil, lebe das Baby in den ersten Lebenswochen ausschließlich mit einem von der Mutter „geliehenen“ Immunsystem. Da bei uns bis zur Geburt noch einige Wochen Zeit sind, besteht daher eine realistische Möglichkeit, dass das Baby sogar ein Paar Antikörper erbt. So habe ich jedenfalls die Erklärung verstanden und auch für plausibel empfunden.

Ich fühle mich jedenfalls mit der Entscheidung, die wir getroffen haben, sehr wohl und kann nun sagen:

I survived the Schweinegrippeimpfung!

asc-schweinegrippeimpfung

Nachtrag, 06.11.2009:

Im Großen und Ganzen haben wir die Impfung insgesamt ohne Nebenwirkungen überstanden. Das Einzige, was wir beide gemerkt haben, war etwas Müdigkeit und Niedergeschlagenheit sowie ein ein bis zwei Tage dauernder Muskelschmerz an dem Arm, an dem geimpft wurde. Würden wir uns wieder so entscheiden? Sicherlich ja!

Gestern war es in Sachen Wache-weg einmal mehr nicht ganz so einfach. Ich war auf einer Dienstreise und saß mit Kollegen sowohl beim Mittagessen als auch bei Kaffee und Kuchen zusammen. Trotzdem war ich eisern und bin in meinem Punkterahmen geblieben! Statt fettem Essen und Kuchen habe ich Salat und Kaffee gewählt. Und am Abend gab es sogar wieder einen Schokoriegel!

Macht insgesamt 25,5 Punkte für den gestrigen Tag und keinen Hunger!

Es wird!

Bei uns im Büro gibt es auf der Etage eine Teeküche. Dort kocht man Tee, spült Tassen, benutzt den dort stehenden Kühlschrank etc. Da es auf jeder Etage des Gebäudes eine solche Teeküche gibt, liegt die Vermutung nahe, dass nur die auf der Etage lebenden arbeitenden Kollegen die jeweilige Küche benutzen.

Fast jeden Morgen, wenn ich in die Küche komme, ist der Ausguss des Spülbeckens verstopft. Verstopft mit Teeresten, die irgendein Schwein Kollege scheinbar direkt aus dem Teefilter in den Ausguss kippt. Dass dieser dadurch verstopft, kann der Kollege nicht übersehen, da der Kollege nach dem Ausleeren des Teesiebs Wasser durch den Teefilter laufen lässt und dieses Wasser nur kaum noch abläuft.

Wie Ihr dem bisherigen Text wahrscheinlich schon entnehmen könnt, glaubte ich zu wissen, welcher Kollege hinter dieser Sauerei steckt. Vor ein paar Tagen traf ich eben diesen Kollegen in der Teeküche. Er kochte gerade Tee. Ich äußerte meinen Unmut über das verstopfte Spülbecken in der Hoffnung, dass er sich ertappt fühlen möge. Darauf er: Ich weiß auch nicht, wer das immer macht! Ich war so perplex ob dieser Frechheit, dass ich darauf nichts erwidern konnte.

Umso mehr habe ich mich gefreut, dass ich ihn heute auf frischer Tat ertappt habe! Ich komme in die Teeküche und er kippt seinen Teerest in die Spüle, lässt Wasser laufen, nimmt seine Utensilien und dreht sich dann um, um zu gehen. Als er sich dreht, sieht er mich und wird rot. Er wird wirklich total rot! Ich grinse ihn an. Er geht trotzdem, ohne seinen Unrat zu beseitigen.

Dreckschwein!

Ich habe gemacht, was ich machen musste. Ich habe nach und nach alle Kollegen abgeklappert und ihnen erzählt, wer die Sauerei jeden Tag veranstaltet. Als ich später dem Kollegen auf dem Flur begegnet bin, schaute er stets von mir weg. Ich lächelte jedes Mal.

Da ja die letzte Woche in Sachen Wampe-weg wenig erfolgreich war, habe ich heute einen neuen Anlauf gestartet. Ich werde ab heute sehr stark darauf achten, was ich esse. Da ich mich nicht auf mich selbst verlassen möchte, mache ich Zweierlei. Erstens überwache ich was ich esse, indem ich Weight Watchers-Punkte zähle (während ich das schreibe, denkt mein Gehirn oh mann, ich bin nun endgültig ein Dicker!). Zweitens halte ich für jeden Tag fest (wenn auch nicht immer zwingend taggleich), wie viele Punkte ich verdrückt habe. Ergänzend gibt es einmal pro Woche ein Update zu meinem Gewicht.

Zur Erinnerung: derzeit bringe ich traurige 92 kg bei 180 cm Körpergröße auf die Waage.

Nach den Weight Watchers-Vorgaben darf ich 30 Punkte pro Tag essen. Verputzt habe ich heute insgesamt 28,5 Punkte. Ich hatte außer vor den Mahlzeiten keinen Hunger. Heute mittag gab es einen Salat, zwischendurch Brot und Stütchen und heute Abend zur Belohnung sogar einen Schokoriegel.

Ich nehme mir für diese Woche erst einmal vor, mich konsequent an die Punktevorgabe zu halten. Mal sehen, ob das klappt und was auf der Waage am Ende dabei rauskommt.